Ratgeber: Tipps zur Bestellung von Fotoabzügen

Fotoabzüge online bestellen – (k)eine einfache Sache

Online Fotoabzüge zu bestellen ist heute nicht schwierig. Um die Gunst des Kunden kämpfen aktuell recht viele Anbieter und diese Situation wirkt sich vorteilhaft auf die Preise aus. Außerdem locken zahlreiche Anbieter mit Aktionsangeboten und mit der Möglichkeit, mehrere Gratis-Abzüge zu erhalten. In der Branche hat sich ein bestimmter Standard etabliert, so dass z.B. Abzüge auf Premium-Fotopapier so gut wie überall angeboten werden. Beim genauen Hinsehen sind freilich Unterschiede zwischen den Online-Fotolaboren festzustellen, sowohl hinsichtlich der Preise, als auch bei dem Leistungsumfang. Insgesamt gibt es eine Menge an Gestaltungsmöglichkeiten für die Fotoabzüge. Um sich darin zu orientieren, lohnt sich, einige Infos und Tipps vorab zur Kenntnis zu nehmen. Wie gelingt er, der perfekte Fotoabzug?

Fotoformate – 3:2 oder 4:3?

Online-Fotolabore bieten ein breites Spektrum an verfügbaren Formaten an und zwar von Minifotos bis hin zu solchen, die fast als Poster gelten können. Doch vor der Wahl des Formats ist eine wichtige Frage zu beantworten: Mit welcher Kamera wurde das Bild aufgenommen? Der Unterschied besteht nämlich in dem Seitenverhältnis der Bilder. Die meisten Digitalkameras liefern Bilder mit dem Seitenverhältnis 4:3, das auch für Bildschirmpräsentation der Fotos auf dem PC oder Fernseher optimal ist. Kleinbildkameras und auch digitale Spiegelreflexkameras knipsen Bilder mit dem Seitenverhältnis 3:2. Beim Bestellen von Foto-Abzügen online würde dieser Unterschied Folgendes bedeuten: Wenn das Format 10×15 cm gewählt wurde, das Bild aber mit dem Seitenverhältnis 4:3 aufgenommen wurde, wird ein ein Teil abgeschnitten. Hier würde das Format 9×13 besser passen. Übrigens gibt es auch Kameras, die wahlweise Bilder mit dem Seitenverhältnis 3:2 oder 4:3 aufnehmen können.

Groß oder klein – welches Format für welches Motiv?

Lächelndes Paar schaut auf DigitalkameraBei den meisten Fotolaboren werden folgende Formate angeboten (alle Angaben in cm): 9×13, 10×15, 11×17, 13×18 und 15×20. Außerdem gibt es in der Regel eine Möglichkeit, Miniaturbilder zu bestellen. Das Format ist natürlich Geschmacksache. Doch Einiges ist bei der Entscheidung für ein oder anderes Format zu bedenken. Das Problem mit dem Seitenverhältnis der unterschiedlichen Kameras wurde bereits erwähnt. Darüber hinaus ist die Zweckbestimmung der Bilder wichtig. Wenn die Fotos später an Bekannte und Verwandte zu verschicken sind, lohnt es sich, auf das Porto zu achten. Bilder mit der Höhe unter 12,5 cm können als Standard-Brief verschickt werden. Doch mal abgesehen vom Porto und von dem Preis der Abzüge selbst, der mit der Größe des Formats steigt: Wozu ist dieser Abzug bestimmt? Um, schön eingerahmt, den Schreibtisch zu zieren? Um in ein Fotoalbum zu wandern? Um immer wieder aus dem Portemonnaie geholt und stolz präsentiert zu werden? Weiterhin ist wichtig: Was ist auf dem Foto zu sehen? Eine Fußballmannschaft oder das Gesicht der Geliebten? Vielleicht eine Landschaft oder zwei Menschen, eng umschlungen?

Für Bilder, die zur Schau gestellt werden sollen, empfiehlt sich ein größeres Format zu nehmen. Fotos für das Fotoalbum sollen lieber kompakt sein, für diese ist 9×13 cm oder 10×15 cm eine gute Option. Wenn ein Bild zum ständigen Begleiter werden soll, dann kommen Miniaturbilder in Frage. Andererseits gilt es: Je mehr Objekte auf einem Bild zu sehen sind, desto größer soll das Format sein. So werden einzelne Gesichter bei der Fußballmannschaft auf einem 9×13 Foto kaum zu erkennen sein. Dafür eignet sich dieses Format ganz gut für ein Porträt. Bei der Formatwahl muss auch unbedingt die Auflösung des Bildes beachtet werden. Während für ein Foto 9×13 cm schon 1,5 – 2 Megapixel (MP) reichen, so sollen es bei einem 13x18er-Bild 4-5 MP sein und die gute Bildqualität bei einem 15×30 oder 20×30 cm großen Bild garantiert die Auflösung von mind. 8 MP. Zum Glück achten viele Online-Fotolabore auf diesen Parameter, bei zu niedriger Auflösung erscheint eine automatische Warnung.

Randlos oder mit Rand und auf welchem Papier?

Die Möglichkeit, Bilder mit oder ohne Rand zu drucken, bieten fast alle Online-Fotolabore an. Welche Optik am besten gefällt, ist reine Geschmacksache. Randlose Fotos wirken moderner, es wird kein Millimeter vom Fotopapier verloren, das Motiv nimmt die ganze Fläche ein. Dagegen sehen Fotos mit Rand traditioneller aus. Der Vorteil von Fotos mit Rand: Wenn eingerahmt, verschwindet kein Teil des Motivs unter dem Rahmen. Ein Passepartout bietet hier für die randlosen Fotoabzüge eine Lösung, ist wiederum nicht jedermanns Geschmack. Was das Fotopapier betrifft, so drucken die meisten Online-Anbieter auf hochwertigem Premium-Papier. Dieses Papier mit der Stärke ca. 270 g/qm garantiert gute Farbqualität und sorgt für langlebige Bilder. Oft behaupten die Fotolabore, dass solche Fotos bis zu 200 Jahre lang halten werden und zwar ohne Qualitätseinbußen. Hoffentlich, ist es dem auch so. Fotos auf Standard-Fotopapier können nicht mit solcher Farbenpracht brillieren, sehen aber nicht unbedingt nach Billigqualität aus. Diese Bilder überzeugen natürlich mit ihrem besonders günstigen Preis.

Glanz oder matt, oder vielleicht metallic?

Oberflächen in glanz oder matt, manchmal auch seidenmatt, gehören zu den Standard-Optionen bei den Fotolaboren. Alle diese Oberflächen sehen auf ihre Art effektvoll aus und bestechen mit der Farbbrillanz. Bei dem Glanzdruck kritisieren manche Fotographen die Spiegelungen: Das Bild lässt sich am besten direkt von oben betrachten, ansonsten spiegelt die Oberfläche das Licht wider und das Bild ist kaum zu erkennen. Andererseits schätzen viele gerade diesen Effekt, denn es verleiht den Bildern eine gewisse Eleganz. Der weitere Kritikpunkt bei der Glanzoberfläche ist ihre Empfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken. Diese lassen sich zwar mit einem trockenen weichen Tuch beseitigen, doch insgesamt brauchen Glanzbilder einen sorgsameren Umgang, als Bilder mit mattierten Oberflächen. Bei der Option “seidenmatt” geht es um Fotos, die einen leichten Glanz und eine angenehme Textur haben. Manche Anbieter locken außerdem mit der Möglichkeit, Bilder in “metallic”-Look drucken zu lassen. Das sind Bilder auf speziellem Metallic-Papier, die besonders kontrastreich sind und schön glänzen.

Auswahl treffen und Bilder optimieren

Digitalfotografie verführt zur inflationären Bilderflut, denn auf eine Speicherkarte passen problemlos Tausende Bilder. Alle auszudrucken kostet eine Unmenge Geld, außerdem sind nicht alle Bilder gleich gut gelungen. Daher lohnt es sich, vor der Bestellung eine Auswahl zu treffen und Abzüge nur von den besten Bildern machen zu lassen. Außerdem ist der (die) gut beraten, wer seine (ihre) Bilder mit der speziellen Software optimiert. Die meisten Online-Fotolabore bieten bereits passende Onlineoberflächen oder Software zum Download um die gewünschten Fotos zu optimieren. Mit einem solchen Programm kann der unerwünschte Rote-Augen-Effekt beseitigt werden (moderne Digitalkameras können das eigentlich auch), Kontrast, Helligkeit und viele andere Faktoren und Bildparameter optimiert werden. Diese Zeitinvestition lohnt sich auf jeden Fall, die Aufgabe ist auch nicht so schwer, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag.

Fotoabzüge online bestellen: Checkliste

  • 1. Auswahl treffen,
  • 2. Bilder bearbeiten (rote Augen retuschieren, Kontrast und Helligkeit optimieren),
  • 3. Das passende Format aussuchen,
  • 4. Zwischen Premium- und Standard-Fotopapier auswählen,
  • 5. Sich für eine Oberflächenbearbeitung entscheiden: Glanz, mattiert, seidenmatt oder metallic,
  • 6. Die Zahl der Abzüge festlegen
  • Bestellung abschließen und sich auf die Fotos freuen!

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